Zu viel Ausrüstung lähmt.
Bei meiner ersten Hochzeit schleppte ich drei Kameragehäuse, sechs Objektive und einen Rucksack voller Zubehör mit. Das Ergebnis: Rückenschmerzen und verpasste Momente, weil ich ständig am Wechseln war. Heute nehme ich zwei Gehäuse mit festmontierten Objektiven - ein 24-70mm und ein 70-200mm. Diese Kombination deckt 90 Prozent aller Situationen ab, und ich bin beweglich genug, um spontan zu reagieren.
Speicherkarten und die Zwei-Karten-Regel
Datenverlust ist das Worst-Case-Szenario.
Vorher: Eine Speicherkarte pro Kamera, am Ende des Tages überspielen. Nachher: Beide Kartenschächte aktiv, simultane Aufzeichnung auf zwei Karten. Als eine Karte während einer Trauung korrupt wurde, hatte ich jedes Bild doppelt gesichert. Die Investition in schnelle Karten mit hoher Kapazität kostet weniger als der Reputationsschaden durch verlorene Hochzeitsbilder.
Blitzausrüstung für Innenräume
Natürliches Licht reicht selten aus.
Ich packe immer zwei Aufsteckblitze ein - einen am Kameragehäuse, einen als Reserve. Dazu einen Diffusor, der hartes Blitzlicht weicher macht. In dunklen Locations oder bei Abendveranstaltungen entscheidet der Blitz über brauchbare Bilder. Vorher habe ich versucht, nur mit verfügbarem Licht zu arbeiten und bekam verrauschte, unscharfe Aufnahmen. Die Gäste erwarten scharfe, gut beleuchtete Bilder - keine künstlerischen Experimente.
Notfall-Kit in der Jackentasche
Kleine Gegenstände retten große Momente.
Meine Checkliste umfasst: Ersatzbatterien für Blitze, Reinigungstuch für Objektive, Gaffa-Tape für lockere Kabel, Sicherheitsnadeln für Kleiderpannen. Bei einer Hochzeit riss dem Bräutigam ein Knopf ab - zwei Sicherheitsnadeln später war das Problem gelöst, und er war mir ewig dankbar. Diese winzigen Helfer wiegen nichts, nehmen kaum Platz weg und zeigen Professionalität.